Archiv für den Autor: Christine

Ab vom Schuss…

Oh, ihr lieben Leser. Ich habe schon ein ganz schlechtes Gewissen Euch allen gegenüber. Ich sehe ja, dass ihr täglich auf dem Blog seid, auch wenn es hier ein wenig ruhiger geworden ist. Das bestätigt mich natürlich, dass ich in einer kurzen Zeit etwas geschaffen habe, was Menschen interessiert. Auf der anderen Seite verpflichtet es.

Kurz zur Erklärung: Inzwischen habe ich das Glück Arbeit gefunden zu haben. Der ein oder andere von euch weiß, dass es als Berufsanfänger meist ja doch nicht so einfach ist. Man weiß nicht so recht wohin, weiß nicht so recht wie überhaupt und alles. Die Kehrseite der Medaille ist, dass der Tag verdammt schnell vorbei geht auch ohne, dass etwas sinnvolles, also privat sinnvolles, passiert ist. Viele von euch werden jetzt entweder lachen oder sich gut daran erinnern wie es selbst als Berufseinsteiger war.
Jeder macht das durch und ich mache es eben jetzt durch.

Nichtsdestotrotz versuche ich das Ganze hier wieder langsam zum Laufen zu bringen. Den Anfang macht kein Rezept auf diesem Blog, sondern ein Gastblog meinerseits auf dem wundervollen Foodblog Kleiner Kuriositätenladen von Steph. Ich mag ihren Blog sehr gerne, weil sie einfach meinen Geschmack hat und die Auswahl sehr groß ist. Ich habe ja schon öfters hier ihre Gerichte nachgekocht. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Nun zu meinem Gastblog. Ich hatte mich für eine Quiche Tex Mex entschieden. Na, neugierig?

Dann schaut doch bei ihr rein!

http://www.kuriositaetenladen.com/2014/04/ubern-tellerrand-heute-kitchenroyal.html

quiche-tex-mex

Mit Ricotta-Rucola gefüllte Gnocchi an einer Tomatensalsa

Im Stuttgarter Westen hat ein neues Restaurant aufgemacht, das Lumen. Dort war ich letztens mit einer Freundin essen und ich hatte mit Käse gefüllte Gnocchi. Diese haben mich so umgehauen, dass ich dachte, ich muss mein Gnocchi Trauma überwinden und diese nachkochen. Kurz zu meinem Trauma: Ich hatte vor einigen Jahren dieser besagten Freundin ein perfektes Dinner zum Geburtstag geschenkt, Gnocchi war die Beilage zum Osso Buco und in meiner Erinnerung haben die Gnocchi ewig gebraucht, sie waren wie Gummi und ich bin fast daran verzweifelt. Seitdem hatte ich mich nie wieder an Gnocchi heran getraut. Bis heute. Und ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich damals so grundlegend falsch gemacht hatte. Klar, Gnocchi sind ebenso eine Gefühlssache wie ein Spätzle-Teig. Ein wenig Gespür für Teig solltest du mitbringen, aber Hexerei ist es auch nicht.

Ein Rezept für gefüllte Gnocchi war schnell gefunden. Da ich aber nicht einfach nur nachkochen wollte, habe ich ein wenig experimentiert. Das Gericht ist auch vielfältig wie Tag und Nacht. Ich habe sie hier mit Ricotta-Ruccola-Parmesan gefüllt. Spontan fällt mir noch eine Pilzfüllung ein oder eine Variation aus verschiedenen Käsesorten, da kennt die Kreativität keine Grenzen. Auch die Tomatensalsa kann durch ein Tomatensugo oder einen Salat ersetzt werden. Falls du eine leckere Kombination gefunden hast, schreibe mir doch. Ich freue mich darüber.

Mit Ricotta-Rucola gefüllte Gnocchi an einer Tomatensalsa

Gnocchi_2

Zutaten für 2 Personen
Gnocchi
500g mehligkochende (!) Kartoffeln
100g Mehl (Typ 405)
1 mittelgroßes Ei
Salz, Pfeffer, Muskat

Füllung
200g Ricotta
1 Bund Rucola
75g Parmesan
Salz, Pfeffer

Tomatensalsa
3 Fleischtomaten
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

 

Zunächst die Kartoffeln schälen, klein schneiden und in Salzwasser kochen.

In der Zwischenzeit kannst du die Füllung herstellen. Dazu den Ruccola klein hacken, den Parmesan reiben und anschließend alles mit der Ricotta zusammenmischen. Salzen, pfeffern und schon ist die Masse fertig.

Die Kartoffeln nun abseihen und 5-10 min ausdampfen lassen. Anschließend die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken. Ich habe solch ein Gerät nicht und habe einen Kartoffelstampfer benutzt. Das geht auch, aber ich habe gemerkt, dass kleine Kartoffelstücke darin waren und das macht den Teig ein wenig brüchig am Ende, aber es geht schon.

Danach die Kartoffelmasse würzen, das Ei rein und das Mehl hinzu und langsam durchkneten. Du merkst schnell, ob du noch mehr Mehl brauchst. Sobald er nicht mehr ganz klebt, solltest du aufhören mit dem direkten mehlen und nur noch auf einer bemehlten Unterlage arbeiten. Denke immer daran, je mehr Mehl verarbeitet wird, desto fester ist die Struktur. Es ist dann zu spät, wenn dein Gnocchi zu einem Wurfgeschoss geworden ist. Kleiner Witz am Rande.

Teig

Du bringst den Teig nun langsam in eine Wurst-Form und schneidest kleine Stücke ab. Diese machst du platt und füllst ein wenig der Masse ein. Danach den Teig um die Masse schließen und rund rollen. Denke immer daran, dass deine Hände bemehlt sein müssen. Danach die Gnocchi in simmerndem Salzwasser solange ziehen lassen, bis sie oben schwimmen.

Gnocchi_Kombi2

aufgeschnitten

Hierzu einfach die Tomaten kreuzweise einschneiden, für eine Minute in kochendes Wasser legen und danach die Haut abziehen. Danach die Tomaten kleinwürfeln und den gehackten Knoblauch, Salz, Pfeffer und das Olivenöl hinzugeben.

Die Gnocchi nun noch auf mittlerer Hitze in einer beschichteten Pfanne anbraten und alles schön auf dem Teller anrichten.

Gnocchi_Kombi

Kategorie Disaster: Knuspriger Schweinebauch

Ei, ei, ei. Dieser Schweinebauch. Ich hatte lange überlegt, ob ich ihn posten soll. Ich habe mich dafür entschieden, dass andere aus meinen Fehlern etwas lernen können und mit der Bitte mir ein gutes Rezept zukommen zu lassen, wenn jemand eines parat hat.

Ich hatte lange gegoogelt, wie ich den Schweinebauch machen soll. Letztendlich hatte ich mich auf die Zubereitungsart von Tim Mälzer entschieden, und auf die Zutaten aus diesem Rezept.

Die gute Nachricht zuerst: Die Kruste war sagenhaft knusprig, das Fleisch sehr zart, von der technischen Seite betrachtet, ist das ein sehr schöner Krustenbraten. Nun zur schlechten Nachricht: Die Sauce und dadurch auch das Fleisch, da das Fleisch am Ende in der Sauce gegart ist, waren alles andere als lecker, für meinen Geschmack. Ich glaube, ich hatte einfach das falsche Bier. Und eventuell die falsche Soja Sauce, ich weiß es nicht. Ich will nicht sagen, dass das Rezept an sich so falsch ist, die Kombi hört sich super gut an, aber vielleicht hat sich ein kleines Teufelchen in meine Sauce gesetzt und reingespuckt. Eine andere Möglichkeit gibt es kaum.

Daher kommt hier der Weg, wie er knusprig und zart wird. Denn innerhalb meiner Recherche habe ich festgestellt, dass es auch zig Wege gibt ans Ziel zu kommen. Ich kann über alle anderen Wege nichts sagen, ich weiß nur, dass dieser hier funktioniert.

Knuspriger Schweinebraten

knuspriger-schweinebauch

 

Die Schwarte des Schweinbauchs nach unten in eine passende Form legen und soweit mit Wasser auffüllen, dass gerade die Schwarte darin gewässert wird und das Wasser 2h einziehen kann. Danach die Schwarte mit einem Teppichmesser rautenförmig einschneiden. Es sollte jetzt ein wenig leichter funktionieren, dadurch, dass die Schwarte mit Wasser getränkt ist. Anschließend habe ich das ganze Stück gesalzen, auch speziell zwischen der Schwarte.

Nun bei mittlerer Hitze auf der Schwarte das Fleisch anbraten. Nicht umdrehen, ausschließlich auf der Schwarte ca. 10 min anbraten. Anschließend alles in den Ofen bei 180 Grad für ca. eine halbe Stunde. Danach das Fleisch aus dem Topf nehmen und den Herd erneut anmachen. Ich hatte dann meine Zutaten darin angeschwitzt und mit einer Flüssigkeit aufgefüllt. Das Fleisch nun mit der Fleischseite nach unten wieder in den Topf setzen und weitere 45 min bei 180 Grad in den Ofen. In dem folgenden Bild ist zu sehen, dass die Kruste nach dem Braten und der Zeit im Ofen bereits perfekt war. Hier war er wieder kurz bevor ich ihn wieder in den Ofen gegeben habe.

Schweinebauch-nach-garen

Im Idealfall hat man nun eine leckere Soße und ein zartes Fleisch. In meinem Fall nur ein zartes Stück Fleisch, aber ich hoffe auf euch, dass jemand ein gutes Rezept für mich hat.

 

 

Kartoffel-Lauch-Gratin

Wir sind einfach eine Kartoffelfamilie, ganz klar. Das folgende Kartoffel-Lauch Gratin wird bei uns sehr oft gekocht. Es ist einfach ein Wohlfühlrezept.

Wer sich über die Zutat von Scheiblettenkäse wundert, dem sei erklärt, dass das meine Mama immer so gemacht hat und ich als Kind es so übernommen habe und es auch nie ändern würde. Never change a winning team. Und ganz ehrlich, ab und zu ist auch so eine Perversität eines Brotes mit Scheiblettenkäse oder fieser Mettwurst oder all den anderen ungesunden Sachen schon sehr lecker. Nicht immer und nicht überall, aber immer öfters.

Kartoffel-Lauch-Gratin kartoffel-lauch-gratin

Zutaten für 4 Personen
1,5 kg festkochende Kartoffeln, Scheiben in 1/2cm Dicke
2 Stangen Lauch, dickere Ringe
150g Kochschinken, kleingeschnitten
400ml Brühe
300ml Milch
4-5 Scheiben Scheiblettenkäse/Schmelzkäsescheiben
200g Käse, beliebig zum Gratinieren
Salz, Pfeffer

Die Kartoffeln in eine große Pfanne mit hohem Rand, oder einen Topf geben. Kartoffeln salzen und pfeffern. Brühe und Milch hinzugeben und bei mittlerer Hitze so lange köcheln lassen bis die Kartoffeln halb gar sind, das dauert circa 15-20 Minuten. Dann den Lauch hinzugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Nun sollten auch die Kartoffeln gerade gar sein.

Ofen auf 200 Grad vorhitzen.

kartoffelgratin-lauch-quadratisch

Den festen Inhalt des Topfes bereits in eine Auflaufform geben, so dass nur noch die Sauce übrig ist. Diese sollte auch nun relativ cremig sein. Falls nicht, einfach ohne Inhalt nochmal ein wenig reduzieren. Nun den Scheiblettenkäse reinrühren, bis dieser sich aufgelöst hat. Eventuell mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Den Schinken hineingeben und die Flüssigkeit über die Kartoffeln in die Auflaufform geben. Mit Käse bestreuen und im Ofen backen, bis der Käse goldbraun ist.

Kartoffelgratin-lauch-salat