Spätzle

„Gottes schönste Gabe ist und bleibt der Schwabe“ *hust hust*. Ich weiß, ein sehr gewagter Beginn für einen Blogartikel. Ein Schwabe, der viele Badener als Freunde hat, muss mit solchen Sprüchen gewappnet sein. Dann kommt der badische Konter durch ein Zitat aus dem Badener-Land und dann wird gelacht und dann ist auch wieder gut. Um kurz die Biege zum Essen zu bekommen: Spätzle sind des Schwaben liebste Speise. Neben Kartoffelsalat und Maultaschen natürlich.

Bei uns gibt es auch standardmäßig oft Spätzle daheim. Wobei ich ja eher Freund von Knöpfle bin, das ist ein Spätzles-Teig, der etwas flüssiger ist und in einem Knöpfles-Hobel hergestellt wird. Sprich kurze Spätzle kommen daraus. Finde ich einfach angenehmer zu Essen, aber das ist Geschmackssache.

Bei mir läuft der Spätzlesteig seit vielen Jahren aus dem Handgelenk raus. Daher ist es recht schwierig ein Grundrezept herauszugeben, aber da hilft natürlich wieder die Luise Haarer, meine Koch- und Backbibel für schwäbische Grundrezepte.

Spätzle

spätzle-dunkler

Zutaten für 6-8 Personen als Beilage
1kg Mehl
6 Eier
2 TL Salz
1/2 TL Muskat
ca. 1/2l – 3/4l lauwarmes Wasser

Alle Zutaten bis auf das Wasser in eine Schüssel geben. Dann nach und nach Wasser dazugeben. Den Teig mit einem Holzlöffel solange schlagen, bis er Blasen wirft. Wieviel Wasser wirklich benötigt wird, findet man selbst am besten heraus. Der Teig sollte zähflüssig vom Löffel runterrutschen.

Ich benutze nun einen Spätzles-Max (Bild 1) oder einen Knöpfle-Hobel. Aber wer sich traut, kann natürlich auch ganz traditionell Spätzle schaben. Dazu empfiehlt sich aber ein Spätzles-Brettchen, wie im folgenden Bild zu sehen. Dieses zeichnet sich durch einen Haltegriff und einem abgeflachten Endstück aus, dass die Spätzle direkt ins Wasser gleiten können.

Spätzlesmax Spätzlesbrettchen

Egal wie ihr die Spätzle ins Wasser bringt, hauptsache ihr bringt diese in kochendes gesalzenes Wasser mit möglichst viel Platz zum Ausbreiten für die Spätzle. Sobald die Spätzle oben schwimmen, können diese mit einer Schaumkelle entnommen werden und in kaltes Wasser abgeschreckt werden, dass diese nicht mehr weitergaren. So kann nun portionsweise der ganze Teig verarbeitet werden.

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