Schweinefilet mit Weisswein-Senf-Sauce

Ich finde, dass Schweinefilet immer unterbewertet wird. Richtig zubereitet, kann das ein Hochgenuss sein. Das schöne Stück Fleisch richtig zuzubereiten, ist eine recht einfache Sache, wenn gewisse Dinge beachtet werden. Inzwischen bin ich übergegangen das Fleisch ausschließlich am Stück zuzubereiten, da die Erfolgsquote um einiges höher ist, das Fleisch schön saftig hinzubekommen. Als nächstes habe ich mir ein Fleischthermometer zugelegt. Meines Erachtens ein sehr wichtiges Kochutensil.

Ich bereite mein Fleisch inzwischen fast immer mit der Niedergartemperatur-Methode zu. Das bedeutet, das Fleisch bei 80 Grad zu garen. Dabei wird es langsam und schonend zubereitet und behält dabei den ganzen Fleischsaft. Ein Schweinefilet muss bis zu einer Kerntemperatur von 63 – 65 Grad erwärmt werden. Das dauert bei einem ca. 500-600g schweren Schweinefilet ca. 1 – 1 1/2 Stunden. Dieses Fleisch, das auf dem Bild zu sehen ist, habe ich aus Zeitgründen bereits bei 61 Grad herausgeholt. Für mich persönlich ist es kein Problem, wenn Schweinefleisch noch leicht rosa ist. Aber ich weiß, dass viele es dann doch durchgegart wollen. Also einfach noch 10 min länger warten und dann ist es perfekt.

Schweinefilet mit Weißwein-Senf-Sauce

Schweinefilet-weißwein-senf-sauce

Zutaten für 3 Personen
Eine Schweinefilet (ca. 500 – 600g)
Salz, Pfeffer
Butterschmalz

Für die Sauce
100 ml Weißwein
100 ml Brühe
100 ml Sahne
1 kleine gewürfelte Zwiebel
1 TL Senf nach Wahl
1 TL Thymian
2 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer

Den Backofen auf 80 Grad vorheizen. Das Schweinefilet salzen und pfeffern und rundherum scharf in Butterschmalz anbraten und anschließend in eine Bratpfanne oder eine kleine Auflaufform geben. Anschließend das Bratenthermometer in die dickste Stelle des Fleisches einstecken. Das Fleisch kommt nun für 1 1/2 – 2h in den Ofen. Bei 63 Grad Kerntemperatur ist es perfekt.

In der Pfanne, in der das Fleisch angebraten wurde, nun die Zwiebel andünsten. Bei Bedarf nochmals einen Kleks Butterschmalz hinzugeben. Anschließend mit dem Weißwein ablöschen und den Bratensatz lösen. Das nun für 2-3 Minuten einköcheln lassen und die Brühe angießen. Salz, Pfeffer, Lorbeerblätter und Thymian hineingeben. Nun weitere 5-10 Minuten köcheln lassen.
Circa 10 Minuten, bevor alles serviert wrid, die Sahne angießen und den Senf runterrühren. Das alles ein paar weitere Minuten sämig einreduzieren lassen. Abschmecken und fertig ist die Sauce.

Dazu passen gut Spätzle oder ein Kartoffelgratin.

Schweinefilet-weißwein-senf-sauce-teller

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4 Gedanken zu „Schweinefilet mit Weisswein-Senf-Sauce

  1. Katharina

    Huhu,
    das Rezept werde ich nächste Woche mal ausprobieren, klingt super.
    Habe mir auch direkt mal ein Fleischthermometer gekauft 🙂
    Drei Fragen: Würzt du das Fleisch bevor du es anbrätst?
    Fängst du mit der Soße direkt an, wenn du das Fleisch in den Ofen schiebst? Kann man sie so lang köcheln lassen?
    Und schiebst du das Fleisch offen in den Ofen oder mit Deckel?

    Liebe Grüße,
    Katharina

    Antworten
    1. ChristineChristine Artikelautor

      Liebe Katharina,
      dann hoffe ich mal, dass ich dir nicht zu viel versprochen habe was das Fleischthermometer angeht 🙂
      Ich würze das Fleisch, danke für den Hinweis, ergänze es gleich im Text.
      Ich fange direkt mit der Soße an. Wenn ich denke, sie ist reduziert genug oder einfach fertig, schalte ich sie aus und erwärme sie wieder kurz vor dem Anrichten.
      Offen. Im Idealfall legst du das Fleisch auf ein Gitter und fängst unten mit einem Teller den sehr minimalen Fleischsaft auf, dabei bekommt das Fleisch gleichmäßig Hitze von allen Seiten. Ich lege es aber meistens in eine kleine Auflaufform und dann auf das Gitter. Ich bilde mir ein, wenn ich etwas auf dem Backofenboden stehen habe, dass die Hitze dann nicht ausreichend gut aus dem Boden herauskommen kann. Bei der langen Garzeit sollte dies allerdings nicht zum tragen kommen. Probier es einfach aus 🙂

      Liebe Grüße,
      Christine

      Antworten
      1. Katharina

        Das Schweinefilet war perfekt! Super saftig und zart. Da hat sich der Kauf des Thermometers doch gelohnt (und die lange Wartezeit).
        Bei mir hat es zwei Stunden gedauert, bis ich bei 63 Grad war. Anfangs war mir die Soße auch einfach wenig zu sauer (weiß nicht, ob es an dem Wein lag). Habe dann mit der Sahne und der Brühe entgegengewirkt, sodass ich am Ende eine wirklich deftig leckere Soße hatte.
        Das Rezept wird auf jeden Fall gespeichert fürs nächste Mal 🙂

        Antworten
        1. ChristineChristine Artikelautor

          Sehr schön, Katharina! Das freut mich sehr.
          Das mit der Säure kann echt vom Wein kommen. Ist aber auch immer Geschmackssache, ich bin ja häufig ein wenig sauer veranlagt 🙂
          Liebe Grüße,
          Christine

          Antworten

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